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medea will jagen - schnell opfern und dann jagen. hinaus in den wald, ins freie feld, in die natur. unabhängigkeit - befreit von dem gesellschaftlichen zwang, der rolle als königstocher, nur mensch in der natur sein und keinem rechenschaft schuldig. sie will sich niemals binden. sie hat genug damit zu tun, die tochterschaft zu tragen. von ihrem eigenen vater wird sie als waffe missbraucht. ist sie nicht folgsam, wird sie geschlagen; früh regt sich der unmut gegen autoritäten. medea will frei sein, nichts als frei sein.
jason will das abenteuer - von seinem onkel seiner rechtmäßigen stellung als könig von jolkos beraubt, zieht er in die ferne. sein eigentliches ziel: der langeweile entfliehen. den schlüssel zur macht zu erobern, ist nur mittel zum zweck. er will sich in der herausforderung spüren. er hat nichts zu verlieren. er will held sein, will anerkennung, bewunderung.
das individuelle wollen, das medea und jason vereint, vermag nichts gegen die familiären, kulturellen und politischen bindungen. durch diesen absurden wahnsinn schlägt eine der größten liebesgeschichten um in hass, vernichtung und tod.
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